All, The Challenges
Kommentare 2

Ein Kilo Kartoffeln – jeden Tag anders

Jewels:Ich bin so groß geworden, dass Essen nicht weg geworfen wird. Meine Mama hat aus Resten immer noch was gezaubert, aus Wertschätzung zum Essen, aber auch aus Zeitnot. Sie war voll berufstätig und froh, wenn sie die Nudeln vom Vortag in der Pfanne mit einem Ei und Schnittlauch wieder aufbrutzeln konnte, anstatt etwas komplett Neues zu kochen. So wurden aus den Salzkartoffeln am nächsten Tag Bratkartoffeln, aus der Gemüsebeilage ein Auflauf und aus der alten Weihnachtsschokolade vom Vorjahr Kakao.

Das habe ich mir beibehalten. Und wenn mein Mann Mikey bei einer besonders gelungenen Improvisation dann fragt how I did that, sag ich ihm, dass wir all that schon in the fridge hatten. Als kompletter Nicht-kocher ist er aber auch leicht zu beeindrucken.

kartoffelnsmall2Für AO haben Liz und ich bei der Weniger-Müll-Challenge gemacht. Dabei geht es darum, Essen nicht weg zu werfen, sondern kreativ komplett verwerten und so wirklich wertschätzen. Wir haben uns dafür der Kartoffeln gewidmet. Sogar die Kartoffel-Schale musste bei uns nicht in den Müll. Für die habe ich mir von meiner Nachbarin Frau Schmitt die gute alte Friteuse geliehen und ein paar Chips gemacht.

kartoffelsuppe-small1

Aus den Kartoffeln selbst habe ich meine geliebte vegetarische Kartoffelsuppe gemacht. Die gibt’s bei uns fast ein Mal pro Woche, ich könnte sie aber auch jeden Tag essen. Liz hat ein paar gebackene Quetschkartoffeln gemacht. War’s lecker, Liz?

kartoffelsuppe-small

Liz:Ja, sehr. Ich hab meine Salzkartoffeln vom Vortag ‚gecrushed‘ und mal was anderes mit ihnen gemacht, als sie einfach nur in die Pfanne zu werfen und Bratkartoffeln zu zaubern. Mit Öl, Rosmarin und grobem Salz bestreut und dann 20 Minuten im Ofen gebacken, waren sie echt lecker, auch wenn sie aussahen, als wäre ein kleiner Elefant drüber gelaufen. 🙂

Ich hab bei dieser Challenge nicht nur die Kartoffeln vom Vortag weiterverwertet, sondern auch mal etwas Anderes versucht: Ich habe nämlich im Dunkeln und nur mit Kerzenlicht fotografiert! Das ist das erste Mal und das Ergebnis ist gar nicht so übel, wie ich finde: Schön schummrig und winterlich.

Also, ab und zu mal drüber nachdenken, wie man was anders machen kann, ist ganz gut. Beim eigenen Verhalten und den eigenen Gewohnheiten kann man gut anfangen. Vor allem vor Weihnachten sollte man immer mal wieder drüber nachdenken, wo doch so viele im Überfluss leben.
crushed-potatoes-liz

Sponsored Post: Dieser Artikel ist in Kooperation mit „AO“ entstanden. Inhalt und Meinung des Beitrages sind dennoch persönlich und unbeeinflusst.

2 Kommentare

  1. Astrid sagt

    Das Rezept für die vegetarische Kartoffelsuppe hätte ich auch gern ….
    Herzliche Grüße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

What is 5 + 10 ?
Please leave these two fields as-is:
To be able to proceed, you need to solve this simple math (so we know that you are a human).