All, The Challenges
Kommentare 2

Chaos-Kuchen. Ohne Mehl.

Liz:Wir waren in letzter Zeit so busy, dass wir auf unserem Blog ein bisschen Pause einlegen mussten. Geschuldet war das verschiedenen Dingen – zum Einen dem Vorbereiten des Workshops in Berlin, zum Anderen aber auch einigen tollen und interessanten Food-Projekten, die wir für verschiedene Kunden realisieren durften. Vor vier Wochen hatten wir uns schon geeinigt, dass wir gern einen mehllosen Kuchen ausprobieren wollten. Das Rezept flog also via Whatsapp durch’s Netz. Ich wusste eigentlich schon als ich es an Jewels schickte, dass das keine gute Idee war, denn wir kommunizieren soviel über Whatsapp, dass da wichtige Dinge schnell mal verloren gehen. Und bis man sie wirklich braucht, sind sie weit, weit oben in der Kommunikationsliste, untergegangen. Die Unterhaltung ging dann so ähnlich von statten:

Irgendwann im Februar 2016
Liz: Huhu! Hast Du eigentlich schon den Apfelkuchen ohne Mehl gemacht?
Jewels: Ohnee….
Liz: Also meiner ist im Kasten 😉
Jewels: Jaja. Ich hab ihn aufm Schirm.

Einen Monat später…
Jewels: Wo war nochmal das Rezept vom Apfelkuchen?
Liz: Hab ich dir doch via whatsapp geschickt.
Jewels: Achja stimmt. Also die Äpfel hab ich schon mal!

Eine Woche später…
Jewels: WO ist nochmal das Rezept?
Liz: In Whatsapp!
Jewels:  Gefunden! Hast du da SO viel Zucker reingetan??
Liz: Neee. das war mir auch zuviel. Hab ich reduziert. Und ich hab auch irgendwas falsch gemacht glaub ich. Achja… Ich hab vergessen die Eier zu trennen! 😉
Jewels: Bei mir war’s auch Chaos: hatte zu wenig Eier und Ricotta, keine Mandelsplitter und weißen Zucker hab ich durch Kokosblütenzucker ersetzt. Mal sehen wie er schmeckt….

Manchmal geht es einfach chaotisch zu bei uns. Wobei natürlich nicht immer. Wir hatten wie gesagt die beiden großen Foto-Produktionen im letzten Monat, die wir zwischen Münster und Hamburg generalstabsmässig planten und alles wie am Schnürchen lief. Das zeigte uns mal wieder, dass wir einfach gut zusammen arbeiten können. Jede von uns mit ihren Stärken und Schwächen, Ecken und Macken. Ich bin froh, dass wir das so können. Von organisiert bis chaotisch ist alles dabei. Und dass wir auch darüber schreiben können. Denn das wahre Leben ist eben nicht nur das „La-La-Rainbowland“, sondern hat Höhen und Tiefen und mal ist man auch nicht so gut drauf. Da ist es gut, wenn man Freunde hat, die einen gut kennen und die einem auch mal sagen können, wenn man unausstehlich ist. Ich bin jedenfalls dankbar für unser kleines Blog-Business, das wir hier aufgebaut haben. Und freue mich, dass wir uns weiterentwickeln. Jede auf ihre Weise, aber dennoch zusammen als Liz&Jewels.

Nun aber zurück zum Kuchen: Ich fand ihn trotz Chaos mega-lecker und saftig! Und Du, Jewels? Wie ist Dein Apfel-Ricotta-Kuchen ohne Mehl geworden?

Jewels:Ich wollte meinen eigentlich von der Springform auf eine Etagere manövrieren, habe aber schnell gemerkt, dass mir dann das ganze Ding komplett auseinander fallen wird. Also Notlösung: Foto von oben. Dass ich 2 Eier zu wenig hatte, ist mir doch zum Verhängnis geworden, denn dann hält das gute Stück nicht zusammen. Lecker war es aber trotzdem. Eher wie ein süßer, saftiger Auflauf als ein Kuchen. Ich wollte außerdem mal testen, wie ein Food Foto in Schwarz-Weiß wirkt. Sieht man ja eigentlich nie. Ist das erlaubt? Wie findet Ihr das? Darf man das? Bin noch unentschieden.

Übrigens: Die super-schönen Teller in Liz‘ Set sind von BrosteCopenhagen.

Apfel-Ricotta-Kuchen ohne Mehl
2 Äpfel
ein Spritzer Zitronensaft
85 g weiche Butter
125 g Zucker
4 Eier
250 g Ricottakäse
200 g gemahlene Mandeln
einige Mandelblättchen
Puderzucker

Die Äpfel schälen und vierteln. In einer Rührschüssel Butter und Zucker mit dem Mixer cremig schlagen. Eier, Ricotta und Zitrone dazugeben und die gemahlenen Mandeln unterrühren. Eine Backform buttern und den Ofen auf 175 Grad vorheizen. Den Teig in die Form geben, die Apfelspalten darauf verteilen und mit Mandelblättchen bestreuen. Im Backofen etwa 1 1/4 Studen backen – evtl. nach der Hälfte der Backzeit den Kuchen mit Alufolie bedecken und weiterbacken. Den Kuchen herausnehmen, leicht abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

Das Ursprungsrezept stammt aus der „lecker“, das wir etwas abgewandelt haben.

2 Kommentare

  1. Ich muss gestehen, bei Schwarz-weißen Bilder vergeht mir der Appetit. Settings, Moods, Menschen sind schön in Schwarz-Weiß, aber Food Bilder bitte mir Farbe 😉

    Nichtsdestotrotz klingt das Rezept wirklich lecker und ich könnte mir jetzt im Frühling das Rezept auch gut mit Rhabarber vorstellen. Meint ihr das geht?

    Liebe Grüße
    Carlotta vom Foodblog „Cuisiner Bien“

  2. Hallo Ihr beiden,

    s-w hebt den grafischen Aspekt des Kuchens hervor – man betrachtet ihn nicht nur als „food“. Lieber auf dem Foto s-w als im wirklichen Leben schwarzen Kuchen auf weißem Teller….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

What is 2 + 13 ?
Please leave these two fields as-is:
To be able to proceed, you need to solve this simple math (so we know that you are a human).