All, The Challenges
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PumpkinPie in Germany?

Liz: Schon seit Jahren treffen sich am letzten Wochenende vor dem 1. Advent viele meiner Freunde zum traditionellen Adventskranzbinden. Am Sonntag war es wieder soweit. Es wurden wieder taschenweise Tannenzweige herangeschleppt, Dekorationen, Kugeln und Bänder ausgepackt und dann ging’s los mit dem Kranzbinden. Dabei wird ein wenig was getrunken, viel gequatscht und viel Leckeres verputzt. Es gab weihnachtliches Gebäck, Waffeln und Glühwein, und ich brachte diese „Pumpkin Pie“ mit. In den USA ist diesen Donnerstag Thanksgiving und Jewels schon im vollen Thanksgiving-Rausch, während hier schon die ersten Weihnachtsmärkte öffnen. Ich wurde etwas verwirrt angeschaut, was das denn sei und ob das süß oder salzig wäre? Und schon sind wir also mitten drin in unserem Blog-Thema: Was gibt es für kulinarische Unterschiede auf den zwei Kontinenten, wo bekommt man welche Zutaten her und wo nicht? Ich hatte das Problem, dass in Jewels vorgeschlagenem Rezept „Pumpkin Puree“ aus der Dose drin stand. Hallo?! Sowas schon mal in deutschen Supermärkten gesehen? Nee! Also selber machen. Das Ganze hat etwas gedauert und wer mich inzwischen etwas kennt, weiß dass es mir eigentlich nicht schnell genug gehen kann. Ich hab also auch etwas geflucht, aber was macht man nicht alles, wenn man eine Herausforderung angenommen hat? Dank meines Thermomixers ging das Pürree-Machen dann aber doch ziemlich fix und gelohnt hat es sich alle mal! Die Pie war super-lecker, vor allem die karamellisierten Kürbiskerne on top sind der Kracher. Also Jewels, wie sieht deine Ende-November-Tradition aus? Voll im Thanksgiving-Fieber?

Jewels: Ach, ich freu mich einfach auf ein paar Tage frei haben, Clementine bei der Oma abliefern und selber mal wieder ausschlafen können, ins Kino gehen, auf der Couch liegen und ganz viel nichts tun. Diesen Pumpkin Pie fand ich so mittelmäßig gut. Vom Geschmack eigentlich super, aber bei mir fiel der total schnell auseinander. Der Boden hat einfach nicht gut gehalten. Wahrscheinlich weil ich das Mehl wieder selber gemahlen habe und das nie so richtig fein wird. Dann bröselt das halt schnell… Naja, aber dank meiner Nachbarn ist er auch schon komplett verschwunden. Ich habe übrigens Pecannüsse benutzt und die auch direkt auf dem Kuchen mitgebacken!

Pumpkin-Pie mit salzig-karamellisierten Kürbiskernen

(für eine Pie-Form, etwa 22 cm Durchmesser)

Teig:
185 g Dinkelvollkornmehl
1/2 TL Salz
1 EL Zucker
115 g kalte Butter
2 EL eiskaltes Wasser

Pumpkin-Püree:
1 Hokaidoo-Kürbis, davon etwa 800 g Fruchtfleisch
200 ml Wasser
(das hier ergibt etwa die doppelte Menge an Püree! Man kann die andere Hälfte also gut in Gläser füllen, kalt stellen und für eine 2. Pie benutzen oder aber daraus eine Suppe zaubern.)

Füllung:
350 g Kürbispüree
45 g Butter
100 g Frischkäse
1 TL gemahlener Zimt
125 g Zucker
85 ml Sahne
2 Eier

Topping:
eine Handvoll Kürbiskerne (oder so wie Jewels Pecannüsse nehmen und die direkt auf dem Kuchen mitbacken! Dann fällt dieser letzte Schritt weg.)
4 EL Zucker
eine Prise Salz (oder etwas mehr wer mag)

Mehl, Salz, Zucker und Butter mit den Händen rasch verkneten. Wasser hinzufügen und zu einem glatten Teig verkneten. Für 30 Minuten in den Kühlschrank geben.

Für das Püree den Hokaido waschen, in Stücke schneiden und von den Kernen befreien. Das Fruchtfleisch in einen Topf mit 200 ml Wasser geben und 10 Minuten köcheln lassen. Anschließend mit dem Zauberstab pürrieren. Alternativ kann man das Fruchtfleisch auch in den Thermomix geben, auf höchster Stufe klein hexeln und dann für 10 Minuten, bei 100 Grad und Stufe 3 köcheln lassen. Oder man nimmt Kürbispüree aus der Dose, das ist aber in Deutschland nicht so leicht zu kriegen. Jewels hat damit in NYC keine Probleme! 🙂

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Den Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen und in eine gebutterte Pieform geben. Den Rand hochziehen, mit Backpapier belegen und Hülsenfrüchte hineinschütten, um den Teig für 12 Minuten im Ofen blindzubacken. Anschließend die Hülsenfrüchte entfernen.

450 g des warmen Kürbis-Pürees in eine Schüssel geben, die Butter hineingeben und schmelzen lassen. Frischkäse, Zimt und Zucker dazugeben und verrühren. Sahne und Eier dazugeben und zu einer glatten Masse verrühren. Die Pie-Füllung nun in die Pie-Form füllen und für 45 Minuten backen. Sollte die Oberfläche zu dunkel werden, mit Alufolie abdecken.

Für das Karamell-Topping die Kürbiskerne grob hacken. Den Zucker in einer Pfanne karamellisieren lassen, Salz dazu geben und die Kürbiskerne hineingeben. Das Kürbiskaramell schnell auf Backpapier geben, verteilen und auskühlen lassen. In kleine Stücke brechen oder schneiden und auf der fertigen Pie verteilen.

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