All, The Challenges
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Von unserer Red-Food-Challenge und von Liz doppeltem Fail

Liz:Hey, Jewels, was hälst Du mal wieder von einer Fortsetztung unserer „Food-with-Color-Challenge“, die wir damals mit Lila begannen?

Jewels:Ja, klar! Super Idee. Wie wär’s mit Rezepten mit den Farben Petrol, Blau oder Rot?

Liz:Petrol?! Nee. Was ist denn bitte petrol-farben in der Natur?
Ich bin gerade für einen einfachen Start ins neue Jahr und plädiere deswegen für Rot!

Jewels:Okidoki. Let’s start!

 

Liz:„Easy“, dacht ich mir ja ehrlich gesagt. Rezepte mit roten Zutaten gibt es massig-viele. Aber Pustekuchen. Ich hab für diese Challenge tatsächlich DREI Mal gebacken und gekocht! Das ist mir bislang noch nie passiert so ein zweifacher Fail! Soviel zum Thema „einfacher Start ins neue Jahr“! Ich hatte mir nämlich gedacht eine hübsche rote Granatapfel-Tarte zu backen. Beim ersten Mal machte ich einen super-leckeren Tarte-Boden und wollte ihn erstmal Blindbacken. So ca. 10 Minuten hätte er im Ofen backen sollen. Ich stellte die Form in den Backofen. Leider wachte ich 1,5 Stunden später auf dem Sofa auf (auf das ich mich nur k u r z  setzen wollte!) und rannte wie von der Tarantel gestochen in die Küche, nur um dort ein schwarzes Etwas aus dem Ofen zu holen. Das war Fail Nr. 1.

Bei Fail Nr. 2 schaffte ich es die Tarte-Form pünktlich aus dem Ofen zu holen, aber ich stellte beim Machen der Füllung aus Granatapfelsaft, Ei und Zucker fest, dass Granatapfelsaft beim Erhitzen braun wird. Ausserdem flockte das Ei aus, weil ich es zu warm erhitzt hatte!

Das reichte mir dann an Failures und ich entschied mich für ein super-leckeres „Curd„, das ich aus pürierten Him-, und Brombeeren und Granatapfelkernen herstellte. Das klappte auf Anhieb und das Curd hält sich im Kühlschrank 2 Wochen und es kann mit Yoghurt gelöffelt werden. Das Original-Rezept hab ich aus unserem Buch „White Christmas“ genommen. Traditionell isst man Curd zu Scones, er schmeckt aber auch zu Desserts wie Eis oder Cremes oder als Füllung von Tartes. Um zu überprüfen, ob der Curd fertig ist, am besten einen Holzlöffel hineintauchen und pusten. Wenn sich ein wellenförmiges Muster bildet, kann die Creme vom Wasserbad. Beim Auskühlen dickt sie dann noch nach und erreicht eine streichfähige Konsistenz.

Wie lief die Challenge denn so bei Dir, Jewels?

Jewels:Also ich dachte bei Rot sofort an „Red Velvet Cake“. Das ist so ein knallroter, fluffiger Kuchen mit cremiger Zuckerglasur. Der ist in den USA sehr beliebt. Die rote Farbe kann man entweder durch Lebensmittelfarbe oder Rote-Beete-Pulver erreichen. Geschmacklich ist der Kuchen nichts Weltbewegendes, einfach ein leckerer Kuchen – aber optisch find ich ihn wunderschön.

Ich habe das Rezept aus unserem Buch „New York – Capital of Food“. Ich habe das Kekscrumble weg gelassen, weil das zeitlich bei mir nicht drin war. Das Ergebnis war aber trotzdem mega!

Red Velvet Cheesecake

Für 2 Springformen (20 cm)

Für den Teig:
4 Eier (Größe L)
100 ml Buttermilch
1 TL Weißweinessig
280 g feiner Zucker
30 g Butter
170 g Mehl
30 g Rote-Bete-Pulver
(Reformhaus)
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

Für den Kekscrumble:
60 g Vollkorn-Butterkekse
20 g gemahlene Haselnüsse
1 EL brauner Zucker
1 Prise Meersalz
40 g Butter

Für die Cheesecake-Crème:
400 g Doppelrahm-Frischkäse (Zimmertemperatur)
200 g weiche Butter
½ TL Vanilleextrakt
150 g Puderzucker, gesiebt

Außerdem:
Butter und Mehl für die Formen

Den Backofen auf 150 °C vorheizen, die Springformen mit Butter einfetten und mit Mehl ausstäuben. Am besten die Böden zusätzlich mit Backpapier auslegen.

Für den Teig die Eier trennen. Die Buttermilch mit Essig mischen. Die Eigelbe mit dem Zucker 2–3 Minuten verschlagen, dann die Buttermilchmischung zugeben und alles ca. 8 Minuten weiterschlagen, bis eine dickschaumige Masse entsteht. Die Butter schmelzen, abkühlen lassen und einrühren. Mehl, Rote-Bete-Pulver, Backpulver und Salz darübersieben und kurz untermischen. Die Eiweiße steif schlagen und behutsam unterheben.

Den Teig halbieren (am besten genau abwiegen, damit die Böden am Ende gleichmäßig dick werden) und beide Teige auf die Springformen verteilen. Die Formen nacheinander 30–35 Minuten in den Ofen schieben (Stäbchenprobe machen!). Die Böden kurz abkühlen lassen, dann aus den Formen lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Für den Kekscrumble die Backofentemperatur auf 170 °C erhöhen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Butterkekse in einen Zipbeutel geben und mit dem Nudelholz fein zerstoßen. Mit Haselnüssen, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Die Butter zerlassen und zur Keksmischung geben. Alles mit den Fingern zu einer krümeligen Masse vermengen und auf dem Blech verteilen. Den Kekscrumble ca. 8 Minuten backen.

Für die Cheesecakecreme Frischkäse, Butter und Vanilleextrakt in einer Schüssel cremig rühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Dann den gesiebten Puderzucker in mehreren Schritten unterrühren. Die Creme mindestens 20 Minuten kalt stellen.

Den ersten Boden mit der leicht gewölbten Oberseite nach unten auf eine Kuchenplatte legen und mit der Creme bestreichen. Den zweiten Boden mit der flachen Seite nach unten daraufsetzen und ebenfalls bestreichen. Auch die Ränder mit der Cheesecakecreme versehen und alles mit Kekscrumble bestreuen.

Und hier das Rezept für Liz‘ Curd:

Simply Red Curd

für ca. 600 ml

ca. 600 g TK-Brombeeren, Himbeeren und Granatapfelkerne nach Belieben
Saft von 2 Limetten (ca. 70 ml Saft)
150 g Zucker
1 Pck. Bourbon-Vanillezucker
1 TL Zimt
200 g weiche Butter
4 große Eier (Größe L)

Die Früchte in einem Topf so lange köcheln lassen, bis sie zerfallen. Dann das Mark durch ein feines Sieb in eine Metallschüssel streichen, die Kerne entsorgen. (Es wird ca. 220 g Brombeermark benötigt.)

Limettensaft, Zucker, Vanillezucker, Zimt und Butter mit dem Mark verrühren. Dann die Eier untermischen. Die Schüssel so auf ein köchelndes Wasserbad setzen, dass der Schüsselboden das Wasser nicht berührt. Die Masse langsam auf ca. 60 °C erhitzen, dabei ständig rühren, bis sie eindickt. Das dauert 20–25 Minuten. Die Creme sollte keinesfalls über 70 °C heiß werden, da die enthaltenen Eier sonst gerinnen könnten. Am besten überprüft man die Temperatur gelegentlich mit einem Küchenthermometer. Sobald die Masse dickcremig ist, die Schüssel vom Wasserbad nehmen.

Die Creme in sterilisierte Gläser füllen. Gut verschlossen hält sie sich im Kühlschrank ca. 2 Wochen. Nach Anbruch sollte sie in wenigen Tagen verbraucht und am besten immer nur mit einem sauberen Löffel entnommen werden.

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