All, The Challenges
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Zweierlei Risotto und was unsere Töchter davon halten

Jewels:Bei mir zu Hause ist die Kocherei oftmals eine stressige Angelegenheit für mich. Mein Mann Mike kocht leider gar nicht, ihm fehlt dafür sowohl das Händchen als auch die Zeit. Für seinen Job muss er abends arbeiten und kommt dann zum Essen nur kurz aus
dem Arbeitszimmer in die Küche. Seine Ansprüche an eine leckere Mahlzeit sind zum Glück gering, dafür meine umso höher. Ich esse gerne sehr lecker und am liebsten auch gesund. Das ist mit meinem Job und den zwei Kiddies trotz Hilfe nicht immer möglich. Ich weiß aber, wenn ich nichts koche, wird Pizza bestellt – und das ertrage ich maximal ein Mal pro Woche.

Ein Gericht, das es bei uns fast jede Woche gibt, ist Risotto. Ob mit buntem Gemüse, mit Spargel, Pilzen, Kürbis, Petersilie oder Rote Beete, man findet eigentlich zu jeder Jahreszeit eine gute Kombination. Und wenn man gar nichts im Haus hat, reicht auch die klassische Variante mit Schalotten, Weißwein und Parmesan. Diese Zutaten haben wir eigentlich immer da. Beim Risotto muss man zwar permanent rühren, ich habe da aber mittlerweile wortwörtlich den Dreh raus und räume nebenher den Geschirrspüler aus und wieder ein und decke den Tisch. Manchmal „hilft“ meine Fünfjährige mir bei der ganzen Operation.

Um zu zeigen, wie vielseitig diese kleinen Reiskörner sind, habe ich Liz vorgeschlagen, dass jeder seine eigene Variante kocht und wir mal gucken, was dabei heraus kommt. Ich habe dafür mal was Neues probiert mit Lollo Rosso, Feigen und Walnüssen. Super leckere Kombination! Meine Tochter hat natürlich alles, was sie nicht kennt, also alles außer den Reis, zur Seite geschoben und dann mochte sie es auch.

Was gab’s denn bei Dir für ein Risotto und wie kam es denn überhaupt an, Liz?

Liz:Ich musste gerade laut lachen, als ich das von Deiner Tochter las! Denn auch an unserem Esstisch war es nicht anders: Alles was Reis war, wurde gegessen. Der Rest, sprich Kürbis, wurde geschickt Beiseite gelegt oder aber, als ich woanders hinschaute, ganz flink und fix auf meinen Teller buxiert! Als ob ich das nicht merken würde! Aber so sind sie, die Kleinen. Wobei ich es nicht ganz verstehe, denn Kürbissuppe liiiiiebt meine Tochter! („Mami, kannst Du bitte bitte jeden Tag diese Suppe machen?“) Aber wenn man noch die Kürbisstücke sieht, wird ein weiter Bogen um alles gemacht, was nach Kürbis aussieht. Dabei ist der Kürbis für mein Risotto im Ofen mit Olivenöl gebacken, bis er schön süß ist und auf der Zunge zergeht. Es ist ein super-leckeres Risotto und warum es nicht komplett von meiner Tochter gegessen wurde, ist nicht ganz verständlich. Inspiriert hab ich mich an Jamie Olivers Rezept. Er hat zwar noch Kastanien mit im Risotto, aber die hätte meine Tochter noch weniger gegessen. Egal, man muss ja nicht immer nur für Kinder kochen. Das beste daran ist, dann bleibt mehr für uns Erwachsene übrig!

Jewels‘ Risotto mit Lollo Rosso, Feigen und Walnüssen

Risotto-Reis
Gemüsebrühe
2-3 Schalotten
2 Knoblauchzehen
Weißwein
Butter
Parmesan
Lollo Rosso
Feigen
Walnüsse

Je nach der Anzahl der Essern die Reismenge wählen und den Reis mit etwas Olivenöl bei mittlerer Hitze in einem großen Topf unter stetigem Rühren etwas anbraten. In einem zweiten Topf Gemüsebrühe erwärmen. Die Schalotten und den Knoblauch klein würfeln und dazu geben und immer weiter rühren. Nach wenigen Minuten das Ganze mit einem großzügigen Schuss Weißwein ablöschen und rühren, bis die Flüssigkeit weg ist. Dann eine Kelle Gemüsebrühe zugeben und immer rühren, bis die Flüssigkeit erneut fast weg ist. So weiter verfahren, bis der Reis noch bissfest, aber nicht mehr hart ist. Jetzt ein Stück Butter und Parmesan nach Geschmack hinzufügen. Den Lollo Rosso kurz vor dem Anrichten unterrühren. Den fertigen Teller mit den Feigen, noch etwas Parmesan und den Walnüssen garnieren. Mit seinen Liebsten genießen.

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